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Die Baarburg

Die Baarburg ist keine Burg, sondern ein kleiner Berg bei Baar, der seine tafelbergartige Form durch die letzte Eiszeit erhalten hat. Seit 1986 besuche ich den Berg regelmässig, notiere Ereignisse und Veränderungen und fotografiere. Das Ergebnis ist eine Art Tagebuch dieses speziellen Ortes. Aber da jede Beobachtung durch die Stimmung des Betrachters gefärbt wird, ist es auch ein Tagebuch von mir an diesem Ort geworden, das Protokoll einer Begegnung.
Archäologische Zufallsfunde und Sondiergrabungen zeigen, dass sich mindestens seit dem 6. Jhdt. v. Chr. immer wieder Menschen auf der Baarburg aufgehalten haben.  mehr

in wort & Bild

Pages-128Jeder Baarburg-Besuch wird in Wort & Bild festgehalten. Je nach Stimmung, Ereignissen & Begegnungen kann das knapp oder ausführlicher geschehen. Die unterstrichene Zahl gibt jeweils an, der wievielste Umgang des laufenden Jahres es ist, die darauffolgende grössere Zahl ist die Gesamtzahl der Umgänge seit 1986.
40 2047 heisst also: 40. Umgang des laufenden Jahres, insgesamt sind es 2047 Umgänge.

Fotografischer überblick

Image capture 128x128Die Bilder dokumentieren Veränderungen, Ereignisse, Begegnungen & Stimmungen auf der Baarburg. Sie sind gedacht als Ergänzung & Vertiefung des Protokolls.

Die Baarburg ist keine Burg, sondern ein kleiner Berg bei Baar, der seine tafelbergartige Form durch die letzte Eiszeit erhalten hat. Seit 1986 besuche ich den Berg regelmässig, notiere Ereignisse und Veränderungen und fotografiere. Das Ergebnis ist eine Art Tagebuch dieses speziellen Ortes. Aber da jede Beobachtung durch die Stimmung des Betrachters gefärbt wird, ist es auch ein Tagebuch von mir an diesem Ort geworden, das Protokoll einer Begegnung.
Archäologische Zufallsfunde und Sondiergrabungen zeigen, dass sich mindestens seit dem 6. Jhdt. v. Chr. immer wieder Menschen auf der Baarburg aufgehalten haben. Heute ist der Berg ein bewaldetes Naherholungsgebiet für die umliegenden Gemeinden, dessen Geschichte weitgehend verborgen ist.

Er ist aber auch Lebensraum für verschiedenste Tiere: Fuchs, Reh, Dachs und Schwarzspecht sind nur einige davon. Eine Zeitlang haben sich Gämsen hier aufgehalten und in der Felswand haben Wanderfalken genistet.

Über die Jahre hinweg habe ich immer wieder aus vor Ort gefundenen Materialien - Ästen, Zweigen, Blättern und Steinen - kleine Strukturen gebildet, die dann durch Unwetter, Tiere oder Passanten verändert oder zerstört wurden. Es haben sich auch verschiedene Rituale entwickelt: Die Meditation an bestimmten Bäumen, das Prägen eines Waldpfads durch das regelmässige Begehen, bei jedem Umgang ein fotografisches Selbstporträt auf der Bank vor dem Unterstand.
Hin und wieder begleiten mich Freunde oder Bekannte auf einem Baarburg- Umgang. Ihre Eindrücke und Beobachtungen können meine eigenen Notizen ergänzen oder relativieren. Die Öffnung auf das Internet ermöglicht eine Ausweitung der Blickpunkte -das Feedback werde ich zum Teil ins Protokoll integrieren.

Guido Stefani